Die Zahnarztpraxis in Bern ist aus einer Zwangslage entstanden. Der Zahnarzt hatte seine Praxis im Lorrainequartier über die Jahre vergrössert.
Als das ganze Haus saniert wurde, verlangte die Stadt den Rückbau: In dieser Zone darf nach einem bestimmten Stichjahr kein neues Gewerbe mehr entstehen, und die gewachsene Praxis galt plötzlich als genau das. Die Verhandlungen mit der Baubehörde führten zu nichts. Die Praxis musste weg.
Der Zahnarzt reagierte als Unternehmer: nicht klein beigeben, sondern neu bauen. Im Umkreis des alten Standorts fand er Räume in einem Hochparterre, zur Hälfte unter dem Strassenniveau, mit wenig Tageslicht und mit Stützen im Raum. Moreno Fuss, Schreinermeister und Mitgründer von Artiv, sagte beim ersten Augenschein, das gehe nicht. Es ging, mit Farbe, mit Architektur und mit einer Wegführung, die die Stützen in den Grundriss einbindet, statt sie zu verstecken.
Das Ergebnis ist eine Praxis, die grösser ist als die alte und ihren Patientinnen und Patienten nichts von der schwierigen Ausgangslage zeigt. Der Zahnarzt ist am neuen Standort mehr als zufrieden.