Die Gefässpraxis in Biel ist in einem ehemaligen Hotel aus dem frühen 20. Jahrhundert entstanden, mitten in der Stadt und unter den Augen der Denkmalpflege.
Die Ausgangslage war das Gegenteil eines Bürogebäudes: Jedes frühere Hotelzimmer hatte eine Badewanne, ein WC und zwei Waschbecken, also Wasserleitungen und Abläufe im Überfluss. Die Hauptaufgabe bestand darin, diese kleinteilige Struktur in Praxisräume zu überführen.
Im Korridor blieben die Terrazzoböden aus der Bauzeit erhalten. Sie sind wertvoll und gehören zu den Eckpfeilern des Objekts. Genau hier liegt die Schwierigkeit solcher Häuser: Man will die Raumstruktur optimieren und muss zugleich wissen, was erlaubt ist und was nicht. Bauherrschaft, Planer und Behörden zu einem Einklang zu bringen, braucht Zeit, denn die Baubewilligung läuft über die Denkmalpflege.
Das Ergebnis verbindet die Substanz des alten Hauses mit einer Praxis nach heutigen Anforderungen, an zentraler Lage in Biel.
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